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("Geisterbeschwörung")

Seit langer Zeit schon traten und treten durch das Anwenden spiritueller "Gesellschaftsspiele", wie das sogenannte Gläserrücken, auch Buchstabenrücken oder Tischerücken genannt (nicht zu vergessen das Spiel mit dem Ouija - Brettchen und der Planchette), vermehrt ernst zunehmende psychische Störungen bei Erwachsenen, Kindern und speziell Jugendlichen auf. Da in diesem Zusammenhang die meisten Psychologen, Eltern und Erziehungsberechtigten in der Regel überfordert sind, möchte ich hierzu einige Hinweise geben. Hin und wieder kommen Menschen, die durch diese Spielchen Schaden erlitten haben, zu mir und bitten mich um Hilfe.

Beim Tischerücken handelt es sich darum, im Kreis von mehreren Teilnehmern Kontakt zu Geistwesen aufzunehmen, um Antworten auf gestellte Fragen zu bekommen. Hierbei kommt es oft zu Nervenzusammenbrüchen, verwirrten Geisteszuständen, Depressionen und, am häufigsten, zu Angstzuständen. Sie sind die Folge absoluter Unkenntnis darüber, was eigentlich bei solchen Sitzungen geschieht. Experten schätzen, dass vielleicht in nur zwei Prozent solcher "Sitzungen" tatsächlich ein Kontakt zu Geistwesen, in der Regel sind dies Verstorbene, zustande kommt. In 98 Prozent dieser Fälle handelt es sich bei den Antworten um den Ausdruck des Unterbewusstseins der fragenden Personen. Bei der Anwendung dieser Technik hat das Unterbewusstsein die Möglichkeit, mittels seiner in jedem Menschen vorhandenen psychokinetischen Kräfte den im Unbewussten vorhandenen Wünschen und Ängsten der beteiligten Personen sprachlichen Ausdruck zu verschaffen. Die somit scheinbar zugesagte Erfüllung bzw. Bestätigung von Wünschen und Ängsten führt bei den hiermit konfrontierten Personen zu den oben genannten Zuständen.

Eines steht fest, dass sich in den allermeisten Fällen nicht die Geister der Verstorbenen zeigen. Sie sind schon im Menschen, im bewussten Wissen und vor allem im Unterbewusstsein. Sie steigen daraus hervor und führen ein fiktives Leben, weil der Mensch sie mit den ihm zur Verfügung stehenden Informationen selbst schafft.

Hans Bender schrieb: " Der Glaube bewirkt, dass psychische Leistungen, die alle Merkmale einer intelligenten Tätigkeit aufweisen, aber dem ich nicht bewusst sind, als Äußerung fremder Intelligenzen missverstanden werden . . . . . die affektive Erschütterung, die durch den vermeintlichen Umgang mit den Verstorbenen schon ohnedies entsteht, wird durch das gelegentliche Auftreten paranormaler Informationen gewöhnlich so verstärkt, dass nun der klopfende Tisch, das wandernde Glas, der schreibende Stift als Ratgeber gebraucht werden, die in allen Lebenslagen als höchste Instanz in Anspruch genommen werden.

Eine Person, die mit spiritistischem Ziel zu Automatismen greift, hält einen Dialog mit sich selbst oder, besser gesagt, mit ihrem Unterbewusstsein. Ich bin mir wohl bewusst, dass sich viele von diesem Kontakt getröstet fühlen, weil sie anscheinend die Toten wiederfinden. Dabei geben sie sich aber keine Rechenschaft über die Risiken, die sie selbst dabei eingehen. Das Unterbewusstsein kann die Kontrolle über die eigene Persönlichkeit übernehmen und sie sogar zwingen, absurde Dinge zu tun.

In dieser fiktiven Persönlichkeit finden wir Komponenten der Angst, des Aberglaubens, Schuldgefühle, die alle durch diese unbewussten Automatismen ans Licht gelangen. In der Folge kommt es zu auditiven Halluzinationen, die wörtlich diktieren, was die betreffende Person niederschreiben muss. Einen Schritt weiter muss die Person nicht einmal mehr schreiben, weil ihr eine Stimme all das sagt, was sie direkt auszuführen hat. An diesem Punkt hat das Unterbewusstsein die Persönlichkeit überwältigt und in Besitz genommen. Man spricht dann von einer mediumistischen Psychose.

Das Buchstabenfeld ist, wie die Planchette, nur ein grafisches Hilfsmittel, um das in Gedanken und Wörter umzusetzen, was das "kollektive Unbewusste" der Teilnehmer ausarbeitet.

Festzustellen ist also, dass diese Ergebnisse nicht Folge einer Besessenheit durch Geistwesen darstellen, sondern dass es sich hierbei lediglich um psychosomatische Symptome handelt. Da Erziehungsberechtigte, Eltern und Psychologen nicht nur damit überfordert sind, mit so einer Situation umzugehen, sondern die Jugendlichen ihnen auch keinen Glauben schenken werden, sollten Rat und Hilfe bei einem erfahrenen, verantwortungsbewussten Parapsychologen angefordert werden. Die Jugendlichen sind durch die Art und Weise der Durchführung felsenfest davon überzeugt, dass die Antworten wirklich von Geistwesen stammen. Ihnen diese Überzeugung nehmen zu wollen bedeutet, über die notwendigen spirituellen Fähigkeiten verfügen zu müssen, um in demonstrativen Experimenten die Kraft und Wirkungsweise der Psychokinese demonstrieren zu können. Diese Demonstrationen sind wirkungsvoller in ihrer Überzeugungskraft als das Verleugnen der Existenz von Geistwesen, welches meist als übliche Reaktion von betroffenen Erwachsenen erfolgt

   
© Praxis für geistiges Heilen - Jürgen Pitten