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"Sei dankbar deinem Schutzengel"

"Vater", sprach der junge Tobias, " welchen Lohn sollen wir meinem Begleiter geben oder womit können wir seine Wohltaten nach Verdienst vergelten? Er hat mich gesund hin und her geführt. Er hat mich vor dem Verschlingen des Fisches gerettet, und dir hat er das Augenlicht wiedergeschenkt. Mit allem Guten sind wir von ihm überhäuft worden. Was werden wir Würdiges ihm geben können?"

Gleiche Gefühle und Dankbarkeit sollen wir hegen. Vom ersten Augenblick unseres Lebens an steht unser Schutzengel schützend, ermahnend, warnend und leitend uns zur Seite. Er trägt unsere Bitten zum Himmel, unterstützt sie mit den seinigen und kehrt freudig, weil er Erhörung gefunden hat, zu uns zurück. So stiegen auf jener geheimnisvollen Leiter, die Jakob im Schlafe erblickte, die Engel auf und nieder und bildeten gleichsam eine Kette, welche den Himmel mit der Erde verbindet.

Als Tobias und sein Vater hörten, wer der Reisebegleiter des jungen Tobias war, nämlich einer der höchsten Engel Gottes, war ihnen klar, das Geld und Gut, was sie ihm anbieten konnten, seiner unwürdig war. Da fielen sie auf ihr Angesicht nieder und wurden nicht müde, drei Stunden lang den zu loben und zu preisen, der so Großes an ihnen getan hatte. Genau das ist es, was auch wir tun sollten, nämlich unserem Schutzengel zu danken für all die Liebe und Sorge, die er uns unermüdlich zukommen läßt und auch gerade dem zu danken, der ihn damit beauftragt hat, Gott im Himmel, der uns Vater und Mutter ist.

Schon kurze Worte wie: "Vielen Dank, lieber Schutzengel", reichen aus, um diesen zu erfreuen. Und erfreue Gott und deinen Schutzengel mit den kurzen Worten:" Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, wie es war im Anfang, so auch jetzt und in alle Ewigkeit."

Erfreue deinen Schutzengel durch deine Taten - der erste Monatstag und jeder Dienstag sind besonders den Schutzengeln geweiht. Überwinde dich zu Dingen, die du sonst nicht tun würdest. Sei geduldig, schaffe um dich herum Harmonie und Frieden, deinem Schutzengel zu Ehren. Die Stifterin des Dominikanerklosters Limpertsberg in Luxemburg schreibt dazu:" Meine Andacht zu ihnen ist eine beständige; denn es gehen wenige Augenblicke vorüber, in denen ich nicht an sie denke und mit ihnen rede, bald in Bitt-, bald in Dankgebeten. Ich beginne kein Werk, mag es noch so gering sein, ohne die lieben, heiligen Engel um ihre Hilfe angerufen zu haben. Ich lasse keinen Tag vorübergehen, ohne die eine oder andere Überwindung meiner Schwächen ihnen zu Ehren verrichtet zu haben. jede Woche widme ich ihnen einen Tag, um sie ganz besonders zu verehren; an demselben empfange ich zu ihrer Ehre die heilige Kommunion und opfere dieselbe zu diesem Zwecke dem himmlischen Vater auf. Auch lasse ich keinen Monat vorübergehen, ohne eine Novene (Andacht in bestimmter Form) zu ihrer Verehrung zu halten. Gewöhnlich frage ich auch meinen heiligen Schutzengel , was ich zu seiner Verehrung und zur Verehrung der anderen heiligen Engel tun solle. Auch kommt er mir zu Hilfe und leitet mich an, wie ich die Schutzengel der mir ins Gebet Empfohlenen und jener, mit denen ich im besonderen Verkehre stehe, verehren soll, und wir zusammen verehren alle heiligen Engel der neun Chöre.

Mit Zustimmung der heiligen Engel lasse ich ihnen zu Ehren jeden Monat eine heilige Messe lesen zum Dank für alle Wohltaten, die ich durch sie erhalten habe; jeden Tag opfere ich zu diesem Zwecke die heilige Messe auf. Wie sollte ich auch nicht alles tun, um die lieben heiligen Engel zu lieben und zu verehren, da sie ja so viel für mich getan haben, und immer noch fortfahren, mir ihre zärtliche Liebe zuzuwenden."

   
© Praxis für geistiges Heilen - Jürgen Pitten